Begleiterkrankungen bei Adipositas
Nachstehen finden Sie eine Übersicht mit Erkrankungen, die oftmals mit einer Adipositaserkrankung einhergehen.
Herz und Gefäße
Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck schädigt Herz, Nieren und Blutgefäße oft unbemerkt. Dadurch steigt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich.
Herzinfarkt
Adipositas begünstigt Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) und erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt. Dabei wird der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.
Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
Das hohe Körpergewicht belastet das Herz dauerhaft. Mit der Zeit kann sich eine Herzschwäche entwickeln, bei der das Herz den Körper nicht mehr ausreichend versorgt.
Schlaganfall
Bluthochdruck und Gefäßverkalkungen erhöhen bei Adipositas das Risiko für einen Schlaganfall. Dabei wird das Gehirn nicht mehr ausreichend durchblutet.
Krampfadern (Varizen)
Durch den erhöhten Druck im Bauchraum und den erschwerten Blutrückfluss entstehen häufiger Krampfadern. Eine angeborene Bindegewebsschwäche kann das Risiko zusätzlich erhöhen.
Stoffwechsel und Hormone
Diabetes mellitus Typ 2
Adipositas zählt zu den häufigsten Ursachen für Typ-2-Diabetes. Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker kann Blutgefäße, Nerven und Organe schädigen.
Fettstoffwechselstörungen
Erhöhte Cholesterin- und Triglyzeridwerte fördern Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eine Fettleber.
Fettleber (nicht-alkoholische Fettleber)
Bei Adipositas lagert sich häufig vermehrt Fett in der Leber ein. Eine nicht-alkoholische Fettleber verursacht anfangs meist keine Beschwerden, kann jedoch zu Entzündungen, einer Leberfibrose oder sogar einer Leberzirrhose führen. Eine Gewichtsreduktion kann die Fettleber in vielen Fällen deutlich verbessern oder sogar vollständig zurückbilden.
Hormonelle Störungen
Adipositas kann den Hormonhaushalt beeinflussen. Bei Frauen können Zyklusstörungen und Fruchtbarkeitsprobleme auftreten, bei Männern Testosteronmangel und Potenzstörungen.
Atmung und Verdauung
Schlafapnoe (OSAS)
Nächtliche Atemaussetzer sind bei starkem Übergewicht häufig. Sie beeinträchtigen die Schlafqualität und erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Sodbrennen und Reflux
Der erhöhte Druck im Bauchraum begünstigt den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Häufige Folgen sind Sodbrennen und Entzündungen.
Gallensteine
Adipositas erhöht das Risiko für Gallensteine. Typisch sind starke, krampfartige Schmerzen im rechten Oberbauch, häufig begleitet von Übelkeit.
Gelenke und Bewegungsapparat
Arthrose (Gelenkverschleiß)
Das hohe Körpergewicht belastet vor allem Knie, Hüften und die Wirbelsäule. Dadurch verschleißen die Gelenke schneller und Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen nehmen zu.
Psychische Gesundheit
Depressionen und psychische Belastungen
Adipositas kann die psychische Gesundheit erheblich beeinträchtigen. Körperliche Einschränkungen, Vorurteile und soziale Ausgrenzung erhöhen das Risiko für Depressionen und andere seelische Belastungen.