Refluxzentrum Düsseldorf:

Behandlung bei Reflux & Sodbrennen

Im Refluxzentrum bieten wir Patientinnen und Patienten eine umfassende Diagnostik und moderne Behandlungsmöglichkeiten bei Refluxerkrankungen. 

Mithilfe spezialisierter Untersuchungsverfahren klären wir die Ursachen der Beschwerden präzise ab und entwickeln eine individuell abgestimmte Therapie. Unser multiprofessionelles Team arbeitet eng zusammen, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Refluxkrankheit (GERD)

Ursachen, Symptome und Behandlung

Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) entsteht, wenn Magensäure regelmäßig in die Speiseröhre zurückfließt. Ursache ist meist eine Schwäche des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre. Typische Beschwerden sind Sodbrennen und saures Aufstoßen. 

Treten diese häufig auf oder beeinträchtigen die Lebensqualität, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Unbehandelt kann Reflux zu Entzündungen und Schleimhautveränderungen der Speiseröhre führen. Eine frühzeitige Diagnose und individuell abgestimmte Behandlung helfen, Folgeschäden zu vermeiden.

Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Sodbrennen (Brennen hinter dem Brustbein)
  • Saures Aufstoßen
  • Druck- oder Brenngefühl im Brustbereich
  • Schluckbeschwerden oder das Gefühl eines „Kloßes im Hals“
  • chronischer Husten oder Heiserkeit
  • Mundgeruch oder Zahnschmelzschäden

Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Typisch ist, dass die Beschwerden nach dem Essen oder im Liegen auftreten und sich nachts verstärken. 

Die Refluxkrankheit entsteht meist durch eine Schwäche des unteren Schließmuskels der Speiseröhre. Verschiedene Faktoren können dies begünstigen.

 

Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören:

  • Übergewicht
  • fettreiche Ernährung
  • Alkohol und Nikotin
  • häufiger Kaffeekonsum
  • Bewegungsmangel
  • Stress
  • bestimmte Medikamente
  • Zwerchfellbruch (Hiatushernie)

Auch Schwangerschaft kann durch hormonelle Veränderungen und erhöhten Bauchdruck Refluxbeschwerden auslösen.

Zur Abklärung der Beschwerden stehen verschiedene Untersuchungen zur Verfügung.

Magenspiegelung (Gastroskopie)

Die wichtigste Untersuchung zur Beurteilung der Schleimhaut der Speiseröhre und zur Erkennung möglicher Entzündungen oder Schleimhautveränderungen.

pH-Metrie

Hierbei wird über 24 Stunden gemessen, wie häufig Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt.

Manometrie

Diese Untersuchung misst die Beweglichkeit und Druckverhältnisse der Speiseröhre und hilft, Funktionsstörungen zu erkennen.

Die Ergebnisse helfen dabei, die bestmögliche Therapie individuell festzulegen.

Bitte beachten Sie, dass die Auswahl der geeigneten Diagnoseverfahren von Ihrem behandelnden Arzt abhängt. Er wird Ihre individuelle Situation berücksichtigen und die am besten geeigneten Tests empfehlen.

Die aufgeführten diagnostischen Leistungen können auch als Selbstzahlerleistung in Anspruch genommen werden Das ist in Fällen, in denen Patientinnen und Patienten eine bestimmte Diagnostik bevorzugen oder die GKV die Kosten hierfür nicht übernimmt.

Die konservative Behandlung

In vielen Fällen lassen sich die Beschwerden durch eine Kombination aus Medikamenten und Lebensstiländerungen gut kontrollieren.

 

Wichtige Maßnahmen sind:

  • säurereduzierende Medikamente (z. B. Protonenpumpenhemmer)
  • kleinere Mahlzeiten
  • Verzicht auf stark fettreiche Speisen, Alkohol und Kaffee
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht
  • Oberkörper beim Schlafen leicht erhöhen
  • regelmäßige Bewegung und Stressreduktion

Die Therapie richtet sich individuell nach Ursache und Schwere der Erkrankung.

Wenn die konservativen Behandlungen nicht ausreichen, kann eine Operation sinnvoll sein.

Die häufigste Methode ist die Fundoplikatio. 

Dabei wird ein Teil des Magens um die Speiseröhre gelegt, um den Schließmuskel zu stärken und den Rückfluss von Magensäure zu verhindern. 

Der Eingriff erfolgt heute meist minimalinvasiv (Schlüssellochtechnik).