St. Martinus-Krankenhaus setzt Nanolaser beim Grauen Star ein

21. Januar 2019

Düsseldorf. Neue schonende OP-Technik in der Augenheilkunde

Der Düsseldorfer Verein zur Förderung der Augenheilkunde e.V. hat dem St. Martinus-Krankenhaus einen hochmodernen Nanolaser zur Operation des Grauen Stars gestiftet. Die Anschaffung des Gerätes wurde möglich durch eine Spende des Augenvereins über 40.000 Euro und eine weitere Förderung durch die Düsseldorfer Erwin Niehaus-Stiftung über 20.000 Euro.

Das erstmals in einer der großen Düsseldorfer Kliniken zum Einsatz kommende Gerät wurde jetzt durch die Stiftung und den Augenverein an PD Dr. Randolf Widder, Chefarzt für Erkrankungen des vorderen Augenabschnitts am St. Martinus-Krankenhaus, übergeben.

Dazu Irene Maria Blank, Vorsitzende des Düsseldorfer Augenvereins: „Ich freue mich, dass wir mit dem Nanolaser gemeinsam mit der Erwin Niehaus-Stiftung einmal mehr ein Gerät zur Verfügung stellen können, das auch angesichts der hiesigen guten Ausrüstung unserer Klinken nicht alltäglich ist. Dies hilft auch bei der Weiterentwicklung fortschrittlicher und immer schonenderer Behandlungsmethoden sowie in der Ausbildung junger Ärztinnen und Ärzte den Stand der Augenheilkunde in Düsseldorf auf einem hohen Niveau zu halten.“  

Bei dem Nanolaser handelt es sich um ein Spezialgerät, das auf Basis der modernen Lasertechnologie die Operation des Grauen Stars speziell bei Patienten sicherer macht, die bereits eine leichte Vorschädigung innerhalb des Auges aufweisen.

In Deutschland werden, so der Berufsverband der Augenärzte, jedes Jahr zwischen 700.000 und 800.000 Operationen des Grauen Stars, also der getrübten Augenlinse, durchgeführt. Damit ist dies einer der am häufigsten vorgenommenen operativen Eingriffe überhaupt.

Im Rahmen dieser Operation wird die getrübte Augenlinse entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt. Dabei wird die vorhandene Linse nach einem Schnitt von weniger als 3 Millimetern durch Ultraschallenergie verkleinert und abgesaugt. Dieses Verfahren ist nach wie vor die empfohlene Vorgehensweise bei der überwiegenden Zahl der Grauen-Star-Patienten.

In den letzten Jahren werden aber zunehmend auch Lasertechnologien eingesetzt, um die getrübte Linse zu zerkleinern. Der Vorteil der Laserchirurgie ist ihre reduzierte Energie­abgabe und die damit verbundene Schonung des umliegenden Augengewebes.

Dies ist vor allem bei einem gewissen Teil von Patienten ratsam, der nur über eine geringe Zelldichte an der Innenseite der Hornhaut verfügt. Die Hornhaut ist als "Frontscheibe" des Auges mit einer Zellschicht ausgekleidet, welche sie permanent von Flüssigkeit befreit und sie so klar und durchsichtig hält. Werden diese Zellen beeinträchtigt, kann sich die Hornhaut trüben und muss unter Umständen an der Innenseite transplantiert werden. Durch den im St. Martinus-Krankenhaus jetzt möglichen Einsatz der Lasertechnologie in der Chirurgie des Grauen Stars kann diese Beeinträchtigung abermals weiter reduziert werden.

Bildunterschrift (v. l. n. r.):

Carl Michael Eichler, Erwin Niehaus-Stiftung, Irene Maria Blank, Vorsitzende des Vorstandes Verein zur Förderung der Augenheilkunde in Düsseldorf e. V., Stefan Erfurth, Kaufmännischer Direktor des St. Martinus-Krankenhauses, Dr. Andrea Hüsson, stellv. Vorsitzende Verein zur Förderung der Augenheilkunde in Düsseldorf e.V., Priv.-Doz. Dr. med. Randolf Widder, Chefarzt für Erkrankungen des vorderen Augenabschnitts am St. Martinus-Krankenhaus

Über den Verein zur Förderung der Augenheilkunde in Düsseldorf e.V.

Der 1989 gegründete gemeinnützige Verein unterstützt die wissenschaftliche Forschung und Lehre sowie die Diagnose und Therapie in den augenheilkundlichen Einrichtungen der Landeshauptstadt Düsseldorf. Hinzu kommt die Förderung von wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Kongressen.

Zu den bisher geförderten Kliniken gehören unter anderem die Augenklinik der Heinrich-Heine-Universität, das St. Martinus-Krankenhaus, das Marien Hospital sowie die Rheinischen Landesklinken. Das bisherige Fördervolumen des ehrenamtlich geführten Vereins, der sich ausschließlich aus Spenden finanziert, beläuft sich auf über eine Million Euro. Dabei konnten Geräte angeschafft werden, die teilweise erstmalig in Düsseldorf zum Einsatz kamen und so die Qualität von Forschung und Lehre in der Augenheilkunde sowie die ärztliche Versorgung in der Landeshauptstadt nachhaltig verbessert haben.

 

 



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