Aufgrund der häufig sehr komplexen Symptomatik bedarf es einer sorgfältigen und akkuraten Diagnostik, die unter anderem neben einer differenzierten ärztlichen und logopädisch-klinischen Untersuchung den Einsatz einer fiberendoskopischen Evaluation des Schluckaktes  (FEES) verlangt. Bei dieser für den Patienten sehr schonenden Methode wird ein dünner Fiberglasschlauch, der an eine Kamera und Lichtquelle angeschlossen ist, durch die Nase bis in den Rachen oberhalb des Kehlkopfes eingeführt (siehe Abbildung). 

Unter direkter Sichtkontrolle des Untersuchers ist es nun möglich, den Weg der vorher mit Lebensmittelfarbe angefärbten Nahrung über den Bildschirm zu verfolgen. So ist es beispielsweise möglich, die Eingangs bereits erwähnte stille Aspiration zu erkennen oder auch unvollständig abgeschluckte Nahrung im Rachen zu visualisieren.  Während der Untersuchung können auch therapeutische Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit direkt überprüft werden. 

Sollten trotz der FEES noch Fragen offenbleiben, so können auch noch radiologische Verfahren, wie die Videofluoroskopie, ergänzend hinzugenommen werden. 
In der Behandlung von schluckgestörten Patienten kommt neben bestimmten medikamentösen Ansätzen vor allem der strukturierten logopädisch vermittelten Schlucktherapie ein hoher Stellenwert zu. 

Neben der Anwendung unterschiedlicher Übung der Verfahren mit speziellem Training für die Schluckmuskulatur sowie Stimulationsmaßnahmen, die die Wiederherstellung der Funktion zum Ziel haben, kann es in vielen Fällen bereits hilfreich sein, die Konsistenz der Nahrung zu verändern. Indem beispielsweise Flüssigkeiten angedickt – oder feste Speisen püriert werden. 

Über die unmittelbare Behandlung hinaus sieht das schlucktherapeutische Versorgungskonzept auch folgende Leistungsangebote vor:

  • Patientenberatung und -Anleitung
  • Angehörigenberatung und -Anleitung
  • der individuellen Symptomatik angepasste Empfehlungen zur Ernährung
  • Verlaufskontrollen
  • Weitervermittlung an weiterbehandelnde logopädische Praxen oder Hilfsorganisationen im Umfeld
  • In jedem Fall steht der Patient mit seiner individuellen Symptomatik im Zentrum jedweder diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen.

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Priv.-Doz. Dr. med. Albert Lukas

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