Coloproktologie

- Erklärung des Darms anhand eines Modells
Die Spezialisierung auf die Erkrankungen des Darms (Colon = Dickdarm) und des Darmausgangs (Proktos = After, Steiß) betrifft ein Gebiet besonders sensibler Krankheitsbilder. Neben der fachlichen Kompetenz sowie moderner Diagnostik- und Therapieeinrichtungen ist uns das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient besonders wichtig: Unser Ziel ist die transparente Rundumversorgung. Dazu zählen insbesondere Schmerztherapie, psychoonkologische Betreuung, Ernährungsberatung, Unterstützung bei der Planung von Reha-Maßnahmen und bei der Beschaffung von medizinischen Hilfsmitteln. Von der Diagnose der Erkrankung über die Therapie bis hin zur Nachsorge ist so ein Höchstmaß an Unterstützung gewährleistet.
Bei der endoskopischen Diagnostik (z.B. bei Coloskopien) kooperieren wir eng mit den gastroenterologischen Experten unserer Abteilung für Innere Medizin. Typische Erkrankungen des Darms sind: Hämorrhoiden, Analfistel, Analfissur, Schließmuskelschwäche, Darmvorfall, Darmtumore sowie die chronisch-entzündlichen Erkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Darmkrebs:
Die Behandlung von Mastdarmkrebs erforderte noch vor etwa 20 Jahren häufig die Entfernung des gesamten betroffenen Bereichs, wobei oft der Schließmuskel geopfert werden musste. Die Verbesserungen der Diagnostik und der chirurgischen Techniken ermöglichen es uns heute, bösartige Tumore des Enddarms mit Abständen von 0,5 bis 1 cm zum Schließmuskelrand erfolgreich zu therapieren – und dabei auch die Kontinenz zu erhalten. In bestimmten Fällen bedarf es vor der chirurgischen Maßnahme einer Vorbehandlung (Chemo- und Strahlentherapie).
Nach neueren Erkenntnissen ist es beim Mastdarmkrebs erforderlich, sämtliche Lymphknoten in der Nähe des Darmes bis zum Beckenboden mit zu entfernen (die so genannte "totale mesorektale Exzision" oder TME). Nach Entfernung des geschwulsttragenden Darmes werden die Darmenden miteinander verbunden und es wird eine tiefsitzende Naht angelegt. Fast alle Patienten erhalten zum Schutz dieser Naht einen künstlichen Darmausgang, der nach sechs bis acht Wochen wieder entfernt wird. Dieser zweite Eingriff erfordert meistens keine größere Eröffnung des Bauchraumes wie die große erste Operation.
Bei bestimmten Tumoren des Enddarms kann es aber erforderlich sein, einen Teil des inneren Schließmuskels zu entfernen. Der Enddarmschließmuskel besteht aus drei Anteilen – die verbleibenden zwei übernehmen dann die Kontrollfunktion über den After.
Im St. Martinus-Krankenhaus Düsseldorf bieten wir alle Leistungen zentral koordiniert zwischen Ärzte- und Therapeutenteams unterschiedlicher Fachrichtungen an:
- Früherkennung
- Therapie
- Nachsorge
- Begleitende Angebote
Proktologie:
In unseren Spezialsprechstunden bieten wir insbesondere Untersuchungen zu folgenden proktologischen Fragestellungen an:
- Beseitigung von Hämorrhoiden, Analfisteln und Analfissuren
- Versorgung von Darmvorfällen oder Schließmuskelschwächen
- Behandlung der Inkontinenz
- Behandlung bei krankhafter Aussackung des Enddarmes (chronischer Obstipationsneigung mit Rektozele) oder innerer Enddarmeinstülpung (Intussuszeption). Dabei stehen uns schmerzarme, moderne Operationsmethoden (beispielsweise STARR oder Transtar/Enddarmteilentfernung transanal) zur Verfügung.
Sprechstundenzeiten:
Montags und Donnerstag 8.00 - 13.00 Uhr
Spezialsprechstunde für Berufstätige nach Vereinbarung







