Vorsorge schützt vor der tödlichen Krankheit
Düsseldorf gegen den Darmkrebs: St. Martinus informiert über die Gefahren
Rosafarben und 20 Meter lang schlängelte sich das begehbare Darmmodell der Burda-Stiftung auf dem Vorplatz der Düsseldorf-Arcaden. Bei der Veranstaltung "Düsseldorf gegen den Darmkrebs" der Firma Osicom informierten am Freitag und Samstag Fachärzte der verschiedenen Krankenhäuser über die Heimtücke der oftmals tödlichen Krankheit: Über 70.000 Menschen bekommen jedes Jahr in Deutschland die schockierende Diagnose, ein Drittel stirbt sogar an Darmkrebs. Besonders gefährlich: Die ersten Symptome für den Betroffen zeigen sich erst, wenn sich der Krebs schon ausgebreitet hat. "Dabei lässt sich der Ausbruch der Krankheit durch eine frühzeitige Vorsorge per Darmspiegelung verhindern", sagt Dr. Michael Kodsi, Chefarzt der Chirurgie am St. Martinus-Krankenhaus Düsseldorf, der die Passanten über die Gefahren und Chancen aufklärte. Auch für ein Fachgespräch mit Fernsehmoderator Jean Pütz, der sich als Pate der Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte, blieb noch Zeit.
Gerade ab 55 Jahren steigt die Gefahr einer Erkrankung, dann zahlen auch die gesetzlichen Krankenkassen für die Vorsorge-Darmspiegelung. "Bei der Spiegelung werden alle Polypen, aus denen später Krebs entstehen könnte, automatisch entfernt", sagt Dr. Kodsi. Von Tests, die lediglich den Stuhl auf Blut untersuchen, hält Kodsi weniger. Oft seien diese zu ungenau. Ist die Krankheit bei einem Patienten allerdings schon ausgebrochen, dann gehen Kodsi und seine Kollegen mit Hightech vor. "Wir im St. Martinus arbeiten minimalinvasiv", sagt der Chefarzt. "Das bedeutet, wir setzen nur kleine Schnitte, die kaum Narben hinterlassen." Eine Kamera überträgt und vergrößert den Blick ins Bauchinnere dann auf einen HDTV-Bildschirm. Damit den Medizinern nichts entgehen kann.








